Freitag, 25. Mai 2018
Sie haben die Wahl
24. Februar 2009
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Als ich noch im Mittleren Schwarzwald lebte, hörte ich manchmal, jemand sei nach Strasbourg zum Friseur oder nach Basel zum Haareschneiden gefahren. Auf naives Nachfragen erfuhr ich, dass das ein Code für einen Bordellbesuch war.

Bin heute mal wieder über den Rhein nach Frankreich. Nein, nicht zum Friseur. Nur so. Wollte mal schauen, ob man von dort aus sehen kann, wo ich wohne.


Ich wohne da drüben.
Zwischen Rhein und Schwarzwald.


Auch französische Binnenschiffer haben die Wahl.
Spätestens hier müssen sie sich entscheiden.
Friseur oder Haareschneiden.

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Normannische Impressionen
5. September 2008
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Losgefahren war ich schon Samstagabend um 23 Uhr. Ich wollte lieber die freien französischen Autobahnen geniessen statt im Bett zu liegen und zu warten.


Sonntagfrüh überquerte ich die Seine-Mündung bei Le Havre auf dem Pont de Normandie. Das hatte fest auf meinem Programm gestanden, mit oder ohne Regen.


Auch die nächste Nacht hatte ich noch im Auto verbracht, obwohl ich praktisch am Ziel war. Ich wartete bei Sonnenaufgang vor dem Internet-Café am Utah Beach, bis es endlich öffnete. Von dort aus rief ich dann die Besitzerin des Häuschens an, das ich ab zehn Uhr beziehen konnte. Es liegt etwa vier Kilometer von hier entfernt, abgelegen und einsam in der Natur.


Endlich


angekommen


Die Kirche von Ste-Marie-du-Mont


Mein Lieblingslokal, mit Anspielung auf den Hänger des übernächsten Bilds.


Wenn der Fallschirmspringer, der damals am Kirchturm von Ste-Mère-Eglise hängen geblieben war, auf dem Boden aufgeschlagen wäre wie meine Kamera, hätte er vielleicht auch rot gesehen.


Was ich gesucht und gefunden habe, waren Zeit und Raum, Frankreich und das Meer, lange und einsame Spaziergänge am menschenleeren Strand.

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Autor sucht das Weite
8. September 2008
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Nichttrinker, so würde der Text meiner Kleinanzeige anfangen. Hört sich doch schon mal gut an, oder? Da weiss die Leserin doch gleich, dass sie es hier mit einem seriösen Herrn zu tun hat. Sie wird zwar zuerst mal befürchten, dass ich ein Langweiler bin, aber trotzdem neugierig werden. Und mässiger Raucher ginge es dann weiter. Wusste sie doch, dass die Sache einen Haken hat, aber okay, würde sie denken, das kann man ihm ja noch abgewöhnen, 56, sucht kleine Einzimmerwohnung oder Untermiete bei Witwe.

Na, wie klingt das? Mit Witwe ist natürlich reiche, alleinstehende Witwe mit grosser Villa gemeint, aber das kann man ja so nicht schreiben. Sie wird es schon verstehen. Frauen sind da gar nicht so undumm und können oft mehr zwischen den Zeilen lesen als einem lieb ist.

Also ich hab' ja schon die dollsten Sachen gelesen. Nicht zwischen den Zeilen, von Frauen. Die hatten doch tatsächlich alle eine grosse Oberweite, konnten kochen und gärtnern und waren häuslich und anschmiegsam. Irgendwas muss ihnen gefehlt haben. Vielleicht nur der Verstand?

Neulich – ich lese ja neuerdings des öfteren diese Rubriken, also Verloren/Gefunden und so weiter – schrieb eine Arme katholische Rentnerin sucht Mann zum Heiraten. Naja, dachte ich, arm und katholisch bin ich selber, muss ich dann auch noch eine Rentnerin heiraten? Es hätte mich ja echt interessiert, wieviel katholische Heiratsanträge die Dame bekommen hat. Nein, ich will mich keineswegs lustig machen.

Das mache ich überhaupt nie. Vor allem nicht über Leute, denen es nicht so gut geht wie mir. Ich bin lustig, aber ich mache es mich nicht. Klingt jetzt ein bisschen holprig, ich weiss, ist aber genau so gemeint. Ich bin katholisch, lustig, war schon verheiratet und jetzt habe ich meine Ruhe. Was will ich mehr?

Gut wäre, wenn die Dame nur einen mittleren Balkon, dafür einen umso grösseren Garten hätte, eher so eine Art Park. Weite, nicht Oberweite. Sie sollte mich möglichst viel in Ruhe lassen und sich jedesmal riesig freuen, wenn ich ihre Einladung ins Restaurant annehme. Denn die Zeit dafür würde ich mir immer nehmen. Man muss sich schliesslich erkenntlich zeigen.

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Irgendwas
29. April 2010
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Es ist ja nicht nur, dass man sich nach erledigtem Einkauf oft automatisch die Frage stellt, ob man nicht doch noch irgendwas vergessen hat. Irgendwas.

Überhaupt fragt man sich oft, ob einem nicht irgendwas fehlt. Gewissenhafte fragen sich oft, ob sie nicht irgendwas falsch gemacht oder etwas gesagt oder nicht gesagt haben, was falsch interpretiert worden sein könnte.

Oder plötzlich ist der Akku leer. Oder der Mülleimer voll. Muss man alles erledigen. Hat aber auch Zeit. Jedenfalls der Mülleimer. Mit dem Akku kann man zum Beispiel auch mal gar nichts machen, wenn man vielleicht unterwegs ist und keine Steckdose. Und überhaupt.

Das mit der Nachbarin mache ich am besten jetzt gleich. Ich glaube, sie ist gerade heimgekommen. Wenn ich noch eine halbe Stunde warte, dann liegt sie vielleicht schon im Bett. Da will man dann ja auch nicht so reinplatzen.

Habe geklingelt, macht aber nicht auf. Muss ich später nochmal. Oder besser morgen früh. Muss das mit dem Briefkastenschlüssel mit ihr regeln, weil wenn ich wiederkomme, dann ist sie schon weg und dann muss ich ja ihren Briefkasten. Wo war ich stehen geblieben?

Ach ja, eigentlich sitze ich nur hier rum. Aber irgendwas war noch. Das weiss ich ganz genau. Vielleicht war es ja gar nicht wichtig. Das ist mir jetzt ein bisschen peinlich. Denn wenn ich einen Text schreibe, dann möchte ich doch, dass er Hand und Fuss hat. Ich strebe immer nach einer gewissen Perfektion. Obwohl ich mir immer bewusst bin, dass es die nicht gibt.

Immer. Nie.

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Baguette, Baguette
6. November 2013
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Heute morgen mal eben über den Rhein nach Bantzenheim gefahren, circa 9 Kilometer, wollte mir was zum Frühstück holen.

436Patisserie

In dem typisch französischen Dorf gibt es eine Bank, ein Motorradmuseum und eine Volkshochschule. Was man halt so braucht. Allerdings kein Lebensmittelgeschäft geschweige denn eine Tanke. Nur die Boulangerie, wo der Franzose sein täglich Brot und seine Gauloises kaufen kann.

430boulangerie

Ich bat um "deux croissants s'il vous plait" und hätte die schöne Boulangère gerne fotografiert. Wie sie da so vor den Regalen voller Baguettes und Cigarettes die Tüte mit meinen Hörnchen zwirbelte, wie eine Schiffschaukel mit Überschlag. Ich hab mich aber nicht getraut, sie zu fragen, ob ich darf. Sie hätte bestimmt "oui" gesagt. Oder vielleicht eher doch nicht?

430Tabac

Auf dem Rückweg bin ich dann noch beim Zeitungsladen in Ottmarsheim vorbei, wo ich mir eine überregionale Tageszeitung wie "Le Monde" ("Die Welt") oder "Le Figaro" ("Beim Friseur") kaufen wollte. Gab es aber nicht. Nur so Alsace-Zeitungen und bunte Hefte. Naja, und die "France Aujourd'hui" ("Frankreich heute"), mit der Überschrift "La France devient-elle raciste?".

430Journal
So eine Schlagzeile würde ich gerne mal auf der BILD sehen.
"Wird Deutschland rassistisch?"

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Und weiter geht's
8. Juni 2010
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Man kennt ja die Redensart vom Zitat, das aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Wie so oft wird jedoch auch andersrum ein Schuh daraus.

Wie wäre es denn, wenn man der Einfachheit halber davon ausginge, dass es überhaupt gar keine zwingenden Zusammenhänge gibt oder dass eben sowieso alles mit allem letztlich irgendwie doch zusammenhängt?

Dann muss ja wohl jeder Satz, jeder Abschnitt, jedes Kapitel, jede Geschichte und jeder Roman auch ohne irgendeinen bestimmten Zusammenhang gültig und in sich stimmig sein.

Niemand darf zum Beispiel von einem Roman verlangen, dass er im Kontext des realen Lebens des Autors gesehen werden können muss. Er muss auch weder Bestandteil einer Trilogie oder einer sonstigen Serie noch gar eines bestimmten Genres sein.

Warum behauptet man von einzelnen Sätzen dass sie nur dann einen Sinn ergeben, wenn man sie in einem Kontext sieht?

Weil wir in jedem Kontext und in jeder Ordnung unser Bedürfnis nach Kontinuität befriedigt finden. Wir wollen doch alle, dass es weitergeht. Wo auf den ersten Blick keine Kontinuität erkennbar ist, stellen wir sie also notfalls künstlich her.

Fernsehmoderatoren machen dann gern einen krampfhaften "Übergang" von einem Thema zu einem anderen. Wenn ihnen absolut kein einigermassen eleganter Übergang einfällt, greifen sie zur Standardfloskel: "Und jetzt zu einem ganz anderen Thema." Die meinen glatt, wir würden es nicht merken, wenn sie das Thema gewechselt haben.

Hinter dieser Sucht nach Überleitung und künstlicher Kontinuität stehen die Angst vor Stillstand und der Wunsch nach Weiterleben, bis zum Tod. Ist jemand dann endlich für immer verstummt, findet sich sofort ein anderer mit einem anderen Standardspruch.

"The show must go on."

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Abschweifende Niesenblicke eines dichtenden Emmentalers
18. Mai 2014
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Zu einem vorigen Eintrag schrieb mir eine freundliche Leserin: "Einerseits würde ich gerne wieder Kind sein und alles so unbeeinflusst sehen können. Andererseits möchte ich auf meine Erfahrungen nicht verzichten, die mir genau das unmöglich machen. Was wir können ist nur manchmal alles ausblenden, um "neu" sehen zu können. Ich denke, Du machst das. Wie sonst würden Dir solche Gedanken überhaupt kommen können. Das gefällt mir."

Das freut mich!

Nehmen wir jetzt mal meinen Freund Jürg Minder vom Hotel Niesenblick am Thuner See. Nicht jeden Morgen nach dem Aufstehen ruft er laut: "Ah, qu'est-ce que c'est beau, cette vue sur le lac et la montagne! C'est genial! Quel superbe paysage! J'adore ça!"

Er ist nämlich gar kein Franco-Schweizer. Sondern Emmentaler. Und sein Umgehen mit dem Niesen besteht gewiss nicht in ständigem Hinsehen. Ich möchte es eher als beiläufiges Wegschauen bezeichnen. Ja, ich würde sogar sagen: Das ist abschweifende Wahrnehmung.

Nicht zu lange auf den Niesen starren, sonst wird's langweilig
Je dirais même plus: une réception distraite.
(Nicht zu lange auf den Niesen starren,
sonst wird's langweilig.)

Oft kommt man durchs Abschweifen auf neue Gedanken.

Schreibman mit Jürg Minder im Hotel Niesenblick am Thuner See
Jürg M. könnte aus dem Fenster zum Niesen blicken, unterhält sich aber lieber mit Schreibman beim Znüni.

Foto vom September 2011 in neuem Kontext
Schreibman hat den See gesehen,
schaut jetzt in das Hamburger-Buch
(Fotos vom September 2011)

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Lügen
18. Juni 2010
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So sehr ich alles, was in einem persönlichen Gespräch gesagt wird, wörtlich nehmen können möchte, so sehr steht es jedem, der einen geschriebenen Text liest, frei, diesen für bare Münze zu nehmen oder als reine Erfindung zu betrachten. Lesend kann man keine Rückfragen stellen, dem Schreiber nicht in die Augen sehen und nie wissen, wie etwas gemeint ist.

Schriftliche Texte sind deshalb, obwohl sie gemeinhin als optimale Form des sprachlichen Ausdrucks gelten, letztlich deren schwächste. Das schönste Gedicht, der längste Roman und die schwungvollste vom Blatt gelesene Rede haben eins gemeinsam: Sie haben nie den richtigen Leser oder Zuhörer, weil jeder etwas anderes herauslesen oder heraushören und nie sicher sein kann, dass es so und nicht anders gemeint war.

Jeder geschriebene Satz ist daher potentiell eine Lüge. Beim Roman nimmt man das gerne in Kauf, weil man weiss, dass die ganze Geschichte frei erfunden ist oder sein kann. Das gilt für Prosa, Drama und Lyrik . Bei Autobiografien, veröffentlichten Tagebüchern oder Briefen wird man schon etwas kritischer. Stimmt das wirklich, was der Autor schreibt?

Spätestens bei Briefen ist die kritische Einstellung des Lesers schon so ein relevantes Merkmal der Rezeption, dass es die Frage, was "Literatur" und was Wahrheit ist, besonders häufig aufwirft.

Da alles Geschriebene Literatur ist, müsste sich die kritische Hinterfragung von Texten auch auf Nachrichten, Gesetzestexte, Gebrauchsanleitungen oder Sach- und Fachliteratur erstrecken, also auf Texte, denen man gemeinhin "glaubt".

Umgekehrt ist es völlig unlogisch, ausgerechnet bei "literarischen" Texten nach dem Wahrheitsgehalt zu fragen, wo er doch bei ihnen die geringste Rolle spielt. Hauptsache, die Geschichte liest sich gut und löst beim Leser Heiterkeit, Verständnis oder subjektives empathisches Denken aus. Dazu sind alle Stilmittel erlaubt, solange der Leser sie als solche implizit akzeptiert.

Eins dieser Stilmittel ist die Lüge. Sie wird, wenn sie als Stilmittel sinnvoll eingesetzt wird, verständnisvoll akzeptiert. Allerdings nur, wenn sie am Blattrand endet. Gibt es jenseits des Blattrands Personen, die sich betroffen fühlen, bezeichnen sie nicht nur das Stilmittel sondern gleich die ganze Geschichte als erlogen. Was nichts anderes heisst als dass sie keinen Unterschied mehr machen zwischen "Wahrheit" und Lüge.

Dann wird nicht nur Literatur gefährlich, es wird auch gefährlich für sie. Man misst ihr plötzlich eine Bedeutung bei, die ihr nicht zusteht, ohne dass sie sich dagegen verwehren könnte wie ein Gesprächspartner, der jederzeit in Missverständnisse eingreifen und behaupten kann: "So habe ich das nicht gemeint."

Was ich hiermit allen in meinen Texten vorkommenden Personen sagen möchte: So habe ich das nicht gemeint. Vielleicht so ähnlich. Aber nie genau so.

Man kann es immer auch ganz anders sehen.

Das meine ich wörtlich. Das gebe ich Dir schriftlich.

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Maria und Montaigne
1. Juni 2014
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An dieser wunderschönen Statue bin ich gestern vorbeigefahren.

Marienstatue in Rumersheim-le-Haut (F)
Sie steht in Rumersheim-le-Haut im Elsass.
Heute sind wir nochmal dorthin gefahren und
Lilli hat sie fotografiert.
Mir fiel ein Zitat von Montaigne ein.

435schreibman & maria
"Wir sind nie recht zu Haus; wir schweben immer irgendwie über der Wirklichkeit."

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Unterwegs
19. Oktober 2014
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Badenweiler

Bin neulich, ohne mir dessen bewusst zu sein, auf der Autoroute A36 "La Comtoise" genau zwischen den Vogesen und dem Jura durchgefahren. Ungefähr bei Belfort. Ich hätte zu meiner Frau sagen können "Schatz, wir sind hier in der Franche-Comté, da links beginnen die Vogesen und rechts der französisch-schweizerische Jura."

Wir kennen eine ähnliche Situation ja schon von unserem Wohnort in der Oberrheinischen Tiefebene, wo wir uns immer zwischen Vogesen und Schwarzwald bewegen und bei passendem Wetter einen weiten Blick bis auf die Alpen haben, wenn wir auf den Hochblauen rauf fahren, den wir von unserem Küchenfenster aus sehen.

Flüsse und Grenzen und insbesondere Brücken und Grenzflüsse haben mich ja schon immer fasziniert. Neuerdings sind es auch geografische Zusammenhänge und Übergänge im weiteren Sinn. Also zum Beispiel auch, dass man von Freudenstadt im Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb rüberschauen kann. Finde ich einfach cool.

Ganz besonders liebe ich es, mir Landschaftswechsel fliessend, mit dem Auto unterwegs, zu erfahren. Dieses Element der Bewegung macht mir die geografischen Erlebnisse, als bewegtes Sein im wechselnd Verschiedenen, immer wieder lebendig.

Ich lebe dann richtig auf und im Einklang mit allem.

435 Fähre Kappel

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Donnerstag, 10. Mai 2018
Wie im Himmel
28. Juli 2007
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Gestern hat mir jemand eine Stunde geschenkt. Normalerweise habe ich mit dem Ehepaar seit über einem Jahr jeden Freitag eine Doppelstunde. 60 Minuten conversation mit Frau Doktor, dann 60 Minuten Übungen mit Herrn Doktor. Heute mussten sie den zweiten Teil ausfallen lassen, weil sie noch einen Termin hatten, bezahlten aber den üblichen Tarif. Über dieses Geschenk habe ich mich sehr gefreut, auch wenn es mit ihnen immer sehr nett ist. Dieser Text und der grosse Milchkaffee wurden also gesponsort von zwei freundlichen Menschen. Danke.


Schreibman in den französischen Nationalfarben während einer geschenkten Stunde

* * *

Am Abend gab es dann in Wolfach, auf der Flösserpark-Wiese am Kinzigufer, vollbesetztes Freiluftkino. Über der Leinwand, auf der der wunderschöne preisgekrönte schwedische Spielfilm "Wie im Himmel" lief - ein Film voller Gefühle, Musik und nordischer Leidenschaften -, sahen die Zuschauer auch den Vollmond.

Für mich war es das erste Mal, dass ich eine Vorführung auf Grossleinwand im Freien genoss. Und das sogar auf einem Logenplatz, an einem Restauranttisch auf der Terrasse des Vangelis, an dem man sich bedienen lassen und rauchen konnte.

Das Wortspiel liegt nah. Es war fast wie im Himmel.


"Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden."

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